Aktuelle Studie zum Umsetzungsstand der EG-Dienstleistungsrichtlinie:
Kommunen stellen sich den Herausforderungen

eg-dlr-studie2009Für die föderalen Verwaltungsstrukturen in Deutschland ist die EG-Dienstleistungsrichtlinie (EG-DLR) eine komplexe Herausforderung. Daher haben die Hochschule Harz (FH) unter der Leitung von Prof. Dr. Jürgen Stember vom Fachbereich Verwaltungswissenschaften in Halberstadt und der IT-Dienstleister MATERNA GmbH im Rahmen ihrer Kooperation erneut Kommunen zum Umsetzungsstand der EG-DLR befragt. Die jetzt vorliegende Studie präsentiert ein vielschichtiges Ergebnis. Erfreulich ist vor allem die Entwicklung zu bewerten, dass innerhalb eines Jahres das Thema EG-Dienstleistungsrichtlinie bei den Kommunen enorm an Relevanz gewann und die Umsetzungsaktivitäten entsprechend zunahmen. Dennoch hatten die Kommunen durchschnittlich erst rund ein Drittel der umfänglichen Pflichtanforderungen zum Umsetzungsstichtag (28.12.2009) umgesetzt.


Befragt wurden die Kommunen nach Umsetzungsstand und Organisation, Erfolgsfaktoren und Hemmnissen, der Bedeutung von Prozessanalysen sowie der Einschätzung der zukünftigen Perspektive. 265 Kommunen haben an der Befragung teilgenommen.

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  Projektinfos

Projekttitel:Studie zur EU-Dienstleistungsrichtlinie – Umsetzungsstand in der deutschen Verwaltung
Projektmanager: Prof. Dr. Jürgen Stember
Zeitraum: Oktober bis November 2008
Koordination: André Göbel, Andreas Schulz-Dieterich
Mitwirkende: André Göbel, Prof. Dr. Jürgen Stember, Michaela Streich (HS-Harz); Kurt Wolke, Rabea Grebe, Andreas Schulz-Dieterich, Andrea Siwek-Schmidt, (Materna GmbH Informations & Communications)

dlr-studie2008 endberichtNach dem die EU-Dienstleistungsrichtlinie (EU-DLR) am 12. Dezember 2006 durch das Europäische Parlament und den Europäischen Rat mit einer Umsetzungsfrist bis zum 28.12.2009 verabschiedet wurde, traten für die betroffenen Verwaltungsinstitutionen in der Europäischen Union eine Vielzahl an Anforderungen in Kraft, welche bis zum Ende der Umsetzungsfrist im Dezember 2009 verwirklicht werden müssen. Die öffentliche Verwaltung ist gefordert, die rechtlichen und administrativen Hindernisse für den Dienstleistungsverkehr zwischen den Mitgliedstaaten der EU zu beseitigen. Die daraus entstehenden Aufgaben sind im Verhältnis zu den bisherigen Reformvorhaben in der öffentlichen Verwaltung immens.

Das Ziel der Studie war es, ein Jahr vor Ablauf der Umsetzungsfrist den Stand der Bemühungen in den Kommunen zu hinterfragen. Die Studie vermittelt hierbei einen ersten Eindruck, in welchen Bereichen noch Handlungsbedarf auf kommunaler Seite besteht. Hierfür wurden Kommunen in Deutschland angeschrieben, die mehr als 10.000 Einwohner haben, von denen sich 12 Prozent an der Befragung beteiligten. Die Studie zur EU-Dienstleistungsrichtlinie hat die Themenfelder „Allgemeine Kennzahlen zur Kommune“, „Organisation, Informationsstand und Stand der Umsetzung“, „Geplante Umsetzung“, „Eingeplante Haushaltsmittel“ sowie „Einschätzung der Perspektive“ hinterfragt.

Die Studie zur EU-Dienstleistungsrichtlinie (EU-DLR) wurde als gemeinsames Projekt der MATERNA GmbH und dem Fachbereich Verwaltungswissenschaften der Hochschule Harz unter der Leitung von Prof. Dr. Jürgen Stember in einem Befragungszeitraum von Mitte Oktober bis Mitte November 2008 durchgeführt. Die Koordination und Auswertung der Studie wurde ausschließlich durch das Forschungsprojekt „eGovernment für Unternehmen“ und fortführend durch das Folgeprojekt "DiWiMa - Digitales Wirtschaftsförderungsmanagement" gestaltet und umgesetzt.

Die Datengewinnung erfolgte mittels des Online-Research-Tools „QuestionPro“. Die Umfrageteilnehmer, Städte und Gemeinden in Deutschland mit über 10.000 Einwohnern (1859 Kommunen), wurden durch die Initiatoren der Studie im Vorfeld angeschrieben (1803 Kommunen) und auf die Umfrage mit der Bitte um Beteiligung hingewiesen. Angesprochen wurden jeweils die Oberbürgermeister, Bürgermeister und Landräte, von denen 24 die Teilnahme absagten oder die E-Mail nicht empfangen konnten (Stichprobe = 1779 Kommunen). Zur Beantwortung des Fragebogens wurden automatisiert 1779 Städte und Gemeinden zur Teilnahme an der Studie per E-Mail mit einem entsprechenden Link zum Fragebogen eingeladen. Städte und Gemeinden, welche die Teilnahme an der Umfrage im Weiteren nicht explizit ausgeschlossen hatten, wurden über zwei zusätzliche Nachrichten per E-Mail an die Umfrage erinnert. Insbesondere die signifikante Steigerung der Teilnehmerzahl von 135 auf letztendlich 213 nach der zweiten Erinnerungsnachricht hat gezeigt, dass sich die vierstufige Vorgehensweise aus Ankündigung, Einladung und zweimaliger Erinnerung bewährt hat. Mit der endgültigen Teilnehmerzahl von 213 konnte eine Beteiligungsquote von 12 Prozent erreicht werden.



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Projekttitel:Unternehmensbefragung zur Nutzung und Akzeptanz von Online-Services der öffentlichen Verwaltung
Projektmanager: Prof. Dr. Jürgen Stember
Zeitraum: 14. April bis 18. Mai 2008
Koordination: André Göbel
Mitwirkende: Christian Wörpel

Im Rahmen des Forschungsprojektes wurde im Zeitraum vom 14. April bis 18. Mai 2008 eine Erhebung zur Akzeptanz und Nutzung von Online-Dienstleistungen der öffentlichen Verwaltung durch die Wirtschaft durchgeführt. Ziel dieser Umfrage war es, Empfehlungen für kommunale Verwaltungen sowie Wirtschaftsförderungen zur besseren Vermarktung ihrer Online-Verwaltungsdienstleistungen zu entwickeln. Hierzu konnte mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) Magdeburg eine Kooperation eingegangen werden, welche die Unterstützung der Unternehmensbefragung durch die Bereitstellung von Unternehmensadressen zum Inhalt hatte.

Bei der Erhebung handelt es sich um eine Befragung von 520 Unternehmen im Bezirk der IHK Magdeburg in Sachsen-Anhalt. Nach Abzug fehlerhafter Daten oder unvollständiger Interviews konnten für die Auswertung der Umfrage die Ergebnisse von 73 Unternehmen genutzt werden, was zu einer Ausschöpfungsquote von 14,04 % führte. Der Fragebogen wurde in acht Abschnitte eingeteilt und umfasste 42 Fragen. Der Abschnitt „Kontakt zur Verwaltung“ beinhaltete Fragen zur Häufigkeit und Anlass der Verwaltungskontakte. Beim Themenblock „Zufriedenheit mit Verwaltung“ sollten die Unternehmen die Kundenfreundlichkeit einschätzen sowie ihre Gesamtzufriedenheit mit der Verwaltung beurteilen. Weiterhin wurden die Unternehmen befragt, welche Internet-Portale sie kennen und wie sie ggf. darauf aufmerksam wurden (Abschnitt „Kenntnis von Internet-Portalen“). Darüber hinaus sollte ermittelt werden, ob und wie sich die Unternehmen über neue Verwaltungsdienstleistungen informieren („Information über Verwaltungsdienstleistungen“). Fragen zur Inanspruchnahme und Häufigkeit von Online-Services wurden im Abschnitt „Nutzung des Internet-Portals der Kommunalverwaltung“ gestellt. Der Fragebogen umfasste weiterhin den Bereich „Sicherheit/Elektronische Signatur“, welcher sich auf das Vertrauen in die Sicherheit von Internet und die Ausstattung mit der elektronischen Signatur bezog. Nachdem die Teilnehmer um eine Gesamteinschätzung gebeten wurden (Abschnitt „Gesamturteil“) folgten im letzten Abschnitt noch Fragen für die Statistik („Allgemeine Angaben“).

 

 



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Projekttitel:Verwaltungsbefragung zur Nutzung und Akzeptanz von Online-Services der öffentlichen Verwaltung sowie zu eventuellen Marketingmaßnahmen
Projektmanager: Prof. Dr. Jürgen Stember
Zeitraum: 28. April bis 18. Mai 2008
Koordination: André Göbel
Mitwirkende: Christian Wörpel

Im Rahmen des Forschungsprojektes wurde im Zeitraum vom 28. April bis zum 18. Mai 2008 eine Erhebung zur Akzeptanz und Nutzung von Online-Dienstleistungen der öffentlichen Verwaltung in der Wirtschaft durchgeführt. Gleichzeitig sollte mit dieser Befragung ermittelt werden, inwieweit die öffentlichen Verwaltungen Marketing für ihre Online-Services betreiben. Ziel war es, dadurch Empfehlungen für Wirtschaftsförderungen und kommunale Verwaltungen zur besseren Vermarktung ihrer Online-Verwaltungsdienstleistungen zu entwickeln und auf diese Weise kommunale Wirtschaftsstandorte zu stärken.

Es wurden die größeren Kommunalverwaltungen im Land Sachsen-Anhalt befragt. Hierzu zählten die gesamten elf Landkreise und die drei kreisfreien Städte sowie 23 weitere Gemeinden in Sachsen-Anhalt mit einer Einwohnerzahl von mehr als 15.500 Einwohnern. Dies ergibt in der Summe 37 Kommunalverwaltungen, wovon insgesamt 70 Mitarbeiter befragt wurden. 38 Mitarbeiter haben die Umfrage beendet, was einer Quote von 54,29 % entspricht.

Der Fragebogen bestand aus neun Abschnitten mit insgesamt 54 Fragen. Der Fragenabschnitt „Kontakt zur Verwaltung“ beinhaltete eine Fragestellung zum Anlass der Verwaltungskontakte und Fragen zum Kontaktkanal. Im Abschnitt „Zufriedenheit mit der Verwaltung“ sollten die Teilnehmer eine Einschätzung aus der Perspektive der Unternehmen geben. Weiterhin wurden die Verwaltungen befragt, ob sie Online-Services speziell für Unternehmen anbieten und wie sie den Bekanntheitsgrad ihres Internet-Portals bei den Unternehmen einschätzen (Abschnitt „Internet-Portal“). Fragen zur Inanspruchnahme (z. B. Anlass, Häufigkeit der Nutzung von Online-Services, Vor- und Nachteile) folgten unter „Nutzung des Internet-Portals“. Der Abschnitt „Organisation/Zuständigkeiten“ umfasste Fragen zu den Verantwortlichkeiten einzelner Aufgaben. Der Fragebogen beinhaltete weiter einen Block „Marketing“. Hier wurde unter anderem gefragt, ob und wie Marketing für die Online-Services betrieben wird. Im Fragenteil „Akzeptanz/Motivation“ sollten Fragen zur internen und externen Akzeptanz sowie zum Thema Fortbildung beantwortet werden. Finanzielle Aspekte wurden unter dem Punkt „Kosten Internet-Portal“ abgefragt. Zum Schluss folgten Fragen zur Statistik („Allgemeine Angaben“).

 



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Projekttitel:Webscreening 2008
Projektmanager: Prof. Dr. Jürgen Stember
Zeitraum: Sommersemester 2008
Koordination: André Göbel
Mitwirkende: Christian Wörpel

Im Rahmen einer Diplomarbeit zum Thema „Marketing von unternehmensbezogenen eGovernment-Dienstleistungen“ wurde ein erneutes Webscreening der eGovernment-Angebote großer deutscher Städte durchgeführt. Dabei wurden die Webseiten folgender Städte untersucht: Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt (Main), Stuttgart, Dortmund, Essen, Düsseldorf, Bremen, Hannover, Leipzig, Dresden, Nürnberg und Duisburg.

Untersucht wurden, neben der Gestaltung der jeweiligen Webseiten, hauptsächlich die inhaltlichen Angebote und Funktionen, wie Informationsangebote, Kommunikationsangebote, Transaktionsangebote etc. Bei der Gesamtwertung schnitt die Internetpräsens der Hansestadt Hamburg am besten ab und die Internetpräsens der Stadt Essen am schlechtesten ab.



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Projekttitel:Masterplan eGovernment Halle (Saale)
Projektmanager: Prof. Dr. Jürgen Stember
Zeitraum: Wintersemester 2006/2007, Sommersemester 2007
Koordination: André Göbel
Mitwirkende: Dr. Dirk Furchert, André Göbel

Ein Masterplan, die eGovernment-Strategie, dient als Grundlage für die politische und administrative Steuerung, für die Priorisierung und Ressourcenmessung sowie zur Schaffung rechtlicher, organisatorischer und technischer Rahmenbedingungen. Der Masterplan beschreibt die Bausteine zur Umsetzung der Strategie bzw. die inhaltlichen und zeitlichen Strukturen der Veränderung.

Merkmale eines Masterplans:

  • Analyse und Beschreibung des IST-Zustandes
  • Festlegung und Priorisierung der Ziele
  • Beschreibung des Vorgehens und der Handlungsfelder
  • Definition von Projekten

Erst im Aktionsplan werden die einzelnen Projekte mit konkreten Schritten, Maßnahmen und Aktionen sowie mit Angabe der dazugehörigen Ressourcen, Verantwortlichkeiten und Terminen untersetzt. Der gemeinsam erstellte Masterplan für die Stadtverwaltung Halle (Saale) gilt für den Zeitraum 2008 bis 2012. Veränderungen durch gesetzliche oder anderweitige Rahmenbedingungen fließen in den Masterplan mit ein, sodass er im Bedarfsfall fortgeschrieben wird. Unter dem Kürzel „STARK für Halle“ wird der Masterplan intern und extern vermarktet, wobei STARK für folgende Inhalte steht:

Serviceorientiert
Transparent
Aktiv
Rundum erreichbar und
Kompetent

Im Unterschied zu ähnlichen Ansätzen wird in der Stadt Halle (Saale) einerseits ein professionelles Projektmanagement etabliert, welches weit über die oft, für solche Vorhaben, hinderlichen Wahlperioden hinausreicht und konkrete Meilensteine und Ziele definiert. Andererseits sind umfassende und wichtige Inhalte integriert worden, die sonst kaum berücksichtigt worden sind, z. B. das Demographieproblem in Verwaltungen und die großen Probleme des organisationalen Wandels (Change Management in öffentlichen Verwaltungen). Die Beteiligten auf Seiten der Hochschule und der Stadt sind zuversichtlich, dass dieser breite, interdisziplinäre Ansatz Erfolg haben kann und damit wesentlich zur Modernisierung der Verwaltung beitragen kann.

 


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